hPage Test

by hPage Ltd.letztes Update 9. Oktober 2020
3.2/5
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hPage Vorteile und Nachteile

RESULTS Score

3.2/5
Jessica Schnase

getestet von

Jessica Schnase

Vorteile

über 300 Designvorlagen
sicheres Webhosting durch Server in Deutschland
deutschsprachiger Support

Nachteile

altmodische und wenig intuitive Benutzeroberfläche
keine Shopfunktion
wenige Integrationen und Apps
keine mobile App
Support und Hilfebereich ausbaufähig

Überblick

hPage ist ein deutschsprachiger Anbieter für Website-Baukästen, auch Homepage-Baukästen genannt, und finanziert seine kostenlose Version durch Werbung. Wer darauf verzichten will, kann einen Premium-Account erstellen, der Extrafunktionen bietet. Mit hPage lässt sich schnell eine simple Homepage online stellen, die grundlegende Funktionen wie ein Gästebuch, Galerien und ein mobiles Design anbietet. Es gibt nur eine Bezahlvariante, die mit 11,50 € pro Monat recht preisgünstig ist. Nutzer können sich darüber hinaus über einen deutschsprachigen Support freuen.

Sicheres Webhosting in Deutschland

Das wenig moderne Interface kann für einige User ein Nachteil sein  - wer Wert auf ein ästhetisches Design legt, ist hier nicht an der richtigen Adresse. Auch Nutzer, die Integrationen, Shopfunktion, Apps und Extras wünschen, sind mit hPage eher schlecht bedient. Die Erstellung der Homepage geht relativ leicht von der Hand geht, sobald der User die Struktur der Benutzeroberfläche überblickt hat. Allerdings bietet hPage keinen WYSIWYG-Editor und keine Drag&Drop-Funktion. Somit bedarf es einiger Klicks mehr, um das finale Layout zu erstellen und in einer Vorschau im neuen Tab ansehen zu können. 

In diesem hPage-Test haben unsere Software-Experten die Funktionen, Benutzerfreundlichkeit, Datenschutzaspekte und weitere Punkte genau analysiert.

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Was ist hPage?

hPage wurde 2007 zunächst unter dem Namen “nPage” von Andreas Schroth gegründet. Er fand, dass es keinen guten Service gab, mit dem man Websites selbst erstellen konnte. Daraufhin entschied er sich, das Thema selbst in die Hand zu nehmen, und entwickelte den Homepage-Erstellungs-Service, der heute als hPage bekannt ist. Im Laufe der Zeit wurden rund zwei Millionen Websites damit erstellt. Der Firmenstandort ist Santa Venera in Malta, die Server befinden sich allerdings in Deutschland und auch das Mitarbeiterteam ist deutschsprachig. 

Daten und Fakten

Mitarbeiter15
Gründung2007
GründerAndreas Schroth
HauptsitzSanta Venera, Malta
CEOAndreas Schroth

Homepage-Baukasten hPage: Funktionen

hPage bietet ein Website-Baukastensystem, das für Anfänger ohne Programmierkenntnisse durch die überschaubaren Funktionen leicht zu bedienen ist. Besonders Kleinunternehmer finden in hPage die geeignete Lösung. Wichtig zu wissen: hPage bietet keinerlei Shopfunktion und beschränkt sich somit auf die reine Homepage-Erstellung mit Text, Galerien, Video und Kontaktformular. Mit 300 Designvorlagen hat der Nutzer zwar eine gute Auswahlgrundlage, die Designs ähneln sich in Struktur und Farbgebung allerdings sehr und wirken unmodern. Einen Landingpage-Generator gibt es nicht. 

Webdesign-Software

hPage bietet einen Texteditor, der an ein Word-Dokument erinnert. Somit ist kein WYSIWYG-Editor verfügbar. Seiten und Kategorien werden in verschiedenen Ebenen der Benutzeroberfläche verwaltet und mit Inhalten befüllt. Leicht verstaubte Gimmicks wie Schneeflocken, eine analoge Uhr oder ein Zauberstaub-Mausverfolger sowie Gästebuch und Kontaktformular lassen sich mit wenigen einfachen Klicks hinzufügen. 

Webhosting

In der kostenfreien Version ist eine Subdomain (.hpage.com) enthalten. In der Premiumversion ist eine eigenen Domain mit .de kostenfrei, während andere Top-Level-Domains wie .at, .es oder .nl für einen Aufpreis erhältlich sind. Der Speicherplatz beträgt in der Basisversion 300 MB, in der Premiumversion 10 GB mit Hosting auf deutschen Servern. Punktabzug gibt es hier, da andere Anbieter deutlich mehr Speicher in kostenfreien Versionen anbieten.

WYSIWYG-Editor

Bei der Benutzeroberfläche von hPage handelt es sich nicht um einen WYSIWYG-Editor. Die Seitenstruktur will vorher überlegt werden, da Seiten einzeln erstellt und unter einem separaten Reiter verwaltet werden. Dieser Verwaltungsbereich zeigt alle erstellten Seiten und Kategorien an, die dann mit verschiedenen Aktionsbuttons bearbeitet werden können. Erst in der Vorschau wird das Endergebnis sichtbar.

 Einen Landingpage-Generator, der als solcher ausgewiesen ist, gibt es bei hPage nicht. Kunden können jedoch eine normale Unterseite erstellen und mit einem Kontaktformular oder in der Bezahlversion mit Newsletteranmeldung versehen und diese als Landingpage nutzen. Dies ist jedoch eine Lösung, die nicht direkt ersichtlich ist.

SEO Tools

Um die Homepage für Suchmaschinen zu optimieren, bietet hPage Meta-Tags an, die verschiedenen Seitenebenen zugewiesen werden können. Auch bindet die Software eine XML-Sitemap zur besseren Identifizierung der Inhalte von Suchmaschinen-Bots ein. In diesem Zusammenhang lässt sich eine robots.txt-Datei mit Anweisungen für solche Bots erstellen.

Formular-Editor

Der einzige Formulartyp ist das Kontaktformular, das mit Basisfunktionen bereits in der kostenlosen Version verfügbar ist. In der Premiumversion lassen sich Felder einfügen, die als verpflichtend oder optional festgelegt werden können. 

Die Inhalte der Seite lassen sich in einem Editor verwalten, der leider ein wenig unübersichtlich ist. Bilder, Musik, Videos oder Flash-Dateien lassen sich einpflegen, indem sie zunächst an einem Dateimanager hochgeladen werden und anschließend in den Editor eingefügt und von dort aus weiter bearbeitet werden können. Wer möchte, kann benutzerdefiniert HTML- und CSS Codes sowie Plugins einfügen.

Blog Software

In der Premiumversion lassen sich Blogposts mit Text, Video oder Bild und zusätzlichen Funktionen wie Kommentaren oder Bewertungen erstellen. Allerdings gibt es auch hier keine WYSIWYG-Ansicht und nur sehr rudimentäre Funktionen. Autorenprofile sind nicht möglich. 

Die Besucherstatistik ist lediglich in der Premiumversion erhältlich. Hier erfährt man, welche Inhalte die Besucher der Homepage am meisten interessiert. Die Statistik wird zeitlich gruppiert: Referrer, Suchwörter aus Suchmaschinen, Browser- und Botdaten, IP-Adressen etc. sind abrufbar. Eine Landkarte zeigt, woher die Besucher kommen. Allerdings ist eine umfangreiche Auswertung wie zum Beispiel mit Google Analytics nicht möglich.

hPage Preise

hPage gibt es in zwei verschiedenen Preismodellen: Kostenlos und Premium. Die kostenlose Version eignet sich gut für Freiberufler oder den privaten Gebrauch und enthält bereits viele Funktionen. Die Bezahlversion stellt zusätzliche Funktionen wie Blog, Kalender, Newsletter oder einen Mitgliederbereich zur Verfügung sowie einen besseren Support und erhöhte Sicherheit. 

Eine kostenlose Testmöglichkeit der Bezahlversion gibt es nicht. Bei einjähriger Laufzeit kostet die Premiumversion 11,50 € pro Monat. Schließt der Kunde eine sechsmonatige Laufzeit ab, kostet sie 12 € pro Monat. Die Bezahlung erfolgt im Voraus.

Für diesen hPage-Test wurden die aufgelisteten Funktionen der Tarife teilweise vereinfacht. Auf der Pricing-Seite von hPage gibt es die komplette Übersicht.

Kostenlos

kostenlos

300 MB Speicherplatz
Basis-Designs
Subdomain (.hpage.com)
Basis-SEO, -Besucherstatistik, -Support, -Funktionen
automatische Sicherheitsupdates
DSGVO-Konformität
eigenes Favicon
eigenes HTML, JS und CSS
mobiles Design
Design-Editor
SSL-Verschlüsselung
2-Faktor-Authentifizierung
Galerien
Gimmicks
Gästebuch
Intro
Linkliste
Umfragen
Shoutbox
Sitemap
Revisionsaufzeichnung

Premium

ab 11,50 /Monat

alle Basis-Funktionen
10 GB Speicherplatz
Premium-Designs und Support
Top-Level-Domain (z. B. .com oder .de)
5 E-Mail-Adressen
werbefrei
SEO: Meta-Tags, Sitemap-Sicherheit und mehr
detaillierte Besucherstatistik
automatische Sicherheitsupdates
keine hPage-Copyright Kennzeichnung
Datenexport
Seiten-Versionierung
gelöschte Seiten Wiederherstellen
Blog
Kalender
Mitgliederbereich
Newsletter
Passwortschutz
Pinnwand

hPage Sicherheit und Datenschutz

Überzeugen kann hPage mit Sicherheit und Datenschutz und hat sich hier eine sehr gute Bewertung verdient: Für den Nutzer des Website-Baukastens hat hPage einige wichtige Funktionalitäten integriert wie automatische Sicherheitsupdates und ein SSL-Zertifikat, das alle Verbindungen verschlüsselt. Auch unterstützt hPage die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um maximale Sicherheit beim Login in die Software zu gewährleisten. Änderungen an der Website kann der Besitzer des Kontos jederzeit überwachen und alle Daten in .csv-Dateien herunterladen. 

Die Server befinden sich auf deutschem Boden, bieten Ausfallsicherheit und werden rund um die Uhr gewartet. Durch tägliche Back-ups können die Websites der Kunden im Fall der Fälle wiederhergestellt werden.  hPage handelt für seine Nutzer zudem DSGVO-konform.

Über den Besucher der erstellten Website werden Browser-Informationen wie das Betriebssystem, die IP-Adresse oder die zuvor besuchte Seite erhoben und gespeichert, allerdings sind diese Daten keinen bestimmten Personen zuordenbar. Lastschriften verarbeitet hPage über den Drittanbieter GoCardless, der nach eigenen Privatsphäre-Richtlinien agiert. Persönliche Informationen sowie gespeicherte Daten für den Newsletterversand können jederzeit gelöscht werden. Wie die meisten Internetseiten verwendet auch hPage Cookies, die wie in den meisten Fällen Session-Cookies sind und nach Beendigung des Besuchs entfernt werden. 

hPage Integrationen

hPage bietet keinen App Store an. Allerdings ist eine Integration von Social Media Buttons sowie Add-ons und Gimmicks möglich, die hPage selbst als zusätzliche Funktionen integriert hat. Diese sind im spezifischen Paket enthalten und müssen nicht extra bezahlt werden. Im Vergleich zu anderen Baukasten-Anbietern schneidet hPage hier eher schlecht ab.

    Interface

    Die Benutzeroberfläche von hPage wirkt auf den ersten Blick sehr veraltet - das Design der Oberfläche wirkt unmodern und wenig nutzerorientiert. Die vielen grellen Farben folgen keinem erkennbaren Muster. Zwar erwecken die Reiter auf der linken Seite des Website-Baukastens den Eindruck einer klaren Struktur, Aktionen kann der Nutzer allerdings nur mit vielen Klicks ausführen und jedes Element muss einzeln mit Text oder Links gefüllt werden. Eine Drag&Drop-Lösung gibt es nicht. 

    Der Editor ist nicht nach dem WYSIWYG-Modell aufgebaut, der Nutzer muss also immer den Vorschau-Button bedienen, um das tatsächliche Layout ansehen zu können. Im Editor selbst können nur die Schriftart und -größe, Ausrichtung, Absätze, Bilder und Videos eingesehen werden. Er erinnert damit an die Ansicht von Microsoft Word. Auch die Struktur des Interfaces macht es dem Nutzer eher schwer, sich seine Homepage sowie den Seitenaufbau vorzustellen. Für Einsteiger kann dies überfordernd sein. 

    Mobile Apps

    hPage bietet keine mobile App an, sondern lediglich die Browser-Version.

    Hilfe und Support

    Tutorials werden in Textform mit entsprechenden Screenshots bereitgestellt, die Anzahl an abgedeckten Themenbereichen sowie der Umfang des Inhalts sind dabei allerdings recht begrenzt. Erklärvideos oder FAQs sucht man im Hilfebereich von hPage vergeblich. 

    Der deutschsprachige Support von hPage beschränkt sich in der Basis- sowie in der Premiumversion auf den Kontakt per E-Mail. Rund-um-die-Uhr-Support ist in der Premiumvariante enthalten. Auch wenn dieser nur per E-Mail möglich ist, verspricht das Mitarbeiterteam, schnell und 24/7 zu antworten. 

    Zusätzlich gibt es ein Forum, das unter dem Titel 'Das hPage-/nPage-Forum' auf einer externen Website geführt wird. Dort unterstützen sich Nutzer gegenseitig bei aufkommenden Fragen. Leider wird darauf auf der hPage Website nicht hingewiesen und es arbeiten keine hPage Mitarbeiter am Forum mit. 

    hPage Alternativen

    Wenn hPage nicht der richtige Homepage-Baukasten ist, kommen eventuell diese Alternativen infrage:

    Fazit

    hPage kann Kunden überzeugen, die schnell und kostenlos bis kostengünstig eine simple Homepage für ihr Business erstellen möchten. hPage punktet mit einer soliden Anzahl an Designmöglichkeiten für die Gestaltung sowie grundlegenden Funktionen zur Website-Erstellung. Per E-Mail können Nutzer jederzeit und auf Deutsch um Hilfe fragen und auch der Datenschutz und die Sicherheit wird vom Unternehmen sehr ernst genommen. 

    Für große Unternehmen, die umfangreiche Funktionen und Integrationen benötigen, ist hPage hingegen nicht geeignet. Außerdem gibt es weder eine mobile App noch eine Shopfunktion und auch das Design des Interface erinnert an Zeiten des Web 1.0.

    FAQ

    hPage ist in der Basisversion kostenfrei. Für mehr Speicher und Funktionen gibt es die Premiumversion, die ab 11,50 € monatlich erhältlich ist.
    hPage ist in der Basisversion kostenlos und bietet grundlegende Funktionen, um eine Homepage schnell online zu bringen. Die Premiumversion kostet 11,50 € im Monat bei einer zwölfmonatigen Laufzeit und 12 € monatlich bei einer Laufzeit von sechs Monaten. Die Abrechnung erfolgt im Voraus.
    hPage eignet sich für Selbstständige, die eine Portfolio-Website benötigen oder ihren Kunden eine Kontaktaufnahme ermöglichen wollen. Beispielsweise können Cafés und Restaurants hPage zur Erstellung ihrer eigenen Website nutzen sowie Fotografen, kleinere Unternehmen oder Blogger.